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Dresdner Zeitung, 1. Februar 2008

Das elektronische Auge über der Alaunstraße

Die Polizei nimmt heute die Videoüberwachung in der Neustadt in Betrieb.

Von Thomas Schade

Innenminister Albrecht Buttolo schaut der Oberkommissarin Nadin Fuchs über die Schulter und ist zufrieden. Mit Maus und Joystick steuert sie im Neustädter Polizeirevier das neue elektronische Auge. Einige hundert Meter weg wacht es hoch oben an einer Fassade in der Alaunstraße.

Im Probelauf zoomt sie bis zum Bischofsweg. Als sie einem Fenster allzu nah kommt, verschwindet das Bild auf dem großen Monitor. Der Datenschutz funktioniert. „Wir können nicht zulassen, dass der Stadtteil wegen Gewalttaten in Misskredit gerät“, sagt er zur Begründung der Videoüberwachung. Sie soll bei der „Bewältigung eines Kriminalitätsschwerpunktes“ helfen, sagt Dresdens Polizeichef Dieter Hanitsch. 96 Stunden lang werden die Bilder auf einer Festplatte gespeichert und danach automatisch überschrieben, so Revierleiter Wolfhart Hack. Die rechtliche Grundlage der Maßnahme liefert Sachsens Polizeigesetz. Nach der Zustimmung des Datenschutzes beginnt die Videoüberwachung heute und soll vor allem am Wochenende eingesetzt werden.

 
aktualisiert am 08.02.2012