Fürther Nachrichten, 19. August 2005
Erfolg mit Sicherheit
Fürther Überwachungskameras für die Turiner U-Bahn
FÜRTH (di) -Funkwerk plettac electronic GmbH, einziger deutscher Hersteller von hochwertigen Überwachungskameras und Anbieter integrierter Sicherheitslösungen, stattet die fahrerlose U-Bahn der Stadt Turin mit modernster Sicherheitstechnologie aus. Der Auftrag für das 2003 noch von der Insolvenz bedrohte Fürther Unternehmen hat ein Volumen von drei Millionen Euro.
Nach dem Niedergang des Grundig-Konzerns ist die Kamerasparte Grundig electronics zunächst von der Plettac AG übernommen worden. Durch den Konkurs der Muttergesellschaft geriet das erfolgreich operierende Fürther Unternehmen selbst in größte Schwierigkeiten. Fürths Wirtschaftsreferent Horst Müller bemühte sich selbst intensiv um die Rettung des innovativen Betriebs mit rund 120 Beschäftigten.
Mit der Funkwerk AG hat das Unternehmen schließlich einen Partner gefunden, der es ermöglichte, die Position in der Führungsgruppe der deutschen Sicherheitsunternehmen weiter auszubauen. Neben Müller freut sich auch OB Thomas Jung über den Erfolg. Damit, so Jung, könne Fürth seinen Ruf als Standort für innovative Sicherheitstechnik mit sichtbarem Erfolg untermauern. Er verweist in diesem Zusammenhang auf die Auszeichnung des Unternehmens im Mai mit dem "Jobstar" des Vereins Region Nürnberg.
Fit für Olympia
Die Turiner U -Bahn wird mit moderner Sicherheitstechnologie aus Fürth für die Winterolympiade im Februar nächsten Jahres fit gemacht. Für die Projektierung, Lieferung und Installation des Videoüberwachungssystems an Bord der Wagen der U-Bahn-Linie 1 in Turin, der Betriebszentrale und für die Erweiterung des Videoüberwachungssystems auf die Stationen, den Tunnel und den Betriebshof Collegno hat Funkwerk plettac letzte Woche erst den Zuschlag erhalten. Nächste Woche sollen die Installationsarbeiten für über 600 Kameras beginnen.
Turin erhält als erster U-Bahn-Betrieb in Italien digitale Übertragungstechnologie der neuesten Art für die Übermittlung und Aufzeichnung der Bildinformationen. Im Dezember 2000 ist der Turiner U-Bahn-Bau in Angriff genommen worden. Der erste Bauabschnitt, der nun mit Sicherheitstechnik aus Fürth ausgestattet wird, ist zehn Kilometer lang und hat 15 Stationen. Die Züge verkehren im Zweiminutenabstand. Geplant sind zwei weitere Bauabschnitte mit neun Bahnhöfen. Auch hier soll Funkwerk plettac für Sicherheit sorgen. Die Überwachungskameras werden sowohl in der Tunnelröhre als auch auf den Bahnhöfen montiert und mit einer zentralen Leitstelle versehen. Das Fürther Unternehmen liefert auch die Sicherheitstechnik für das Großprojekt der neuen fahrerlosen U-Bahn in Nürnberg.
Foto: Michele d'Ottavio






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